Warum eine Haartransplantation?

Schätzungsweise 20 Millionen Deutsche leiden unter Haarausfall. Bei einigen bilden sich Glatzen, also Stellen, an denen keine Haare mehr nachwachsen. Gerade Männer sind davon betroffen, jedoch ist Haarausfall kein typisch männliches Phänomen. Meist hormonell bedingt betrifft diese Entwicklung auch Frauen. Bei vielen Betroffenen beginnt der Prozess bereits im frühen Erwachsenenalter und nimmt mit den Jahren stetig zu. Für manche gehört der Verlust der Haarpracht zum Alterungsprozess einfach dazu, andere leiden darunter, fühlen sich unattraktiv. Bereits seit dem 18. Jahrhundert wurde daher versucht, durch eine Haartransplantation die kahlen Stellen wieder aufzufüllen.

Welche Arten von Haartransplantationen werden angeboten?

Im Bereich der Haartransplantation kann zwischen drei unterschiedlichen Methoden unterschieden werden. So können sowohl einzelne Haare verpflanzt werden, was sehr aufwendig ist und sich nur für die Auffüllung kleinerer Stellen eignet. Ist der Haarausfall ausgeprägter können Haarbüschel verwendet werden, sogenannte Grafts. Die massivste aller Möglichkeiten ist die komplette Verpflanzung ganzer Hautstreifen mit Haaren daran. Diese Streifeneinsetzmethode wird MMG genannt. Kleine Haarteile werden aus dem Haarkranz des Patienten entnommen, in kleinste Hautteile mit Haarwurzeln darin zerteilt und anschließend in die im Vorfeld vorbereiteten Gebiete, direkt auf die Kopfhaut verpflanzt. Für diese Methode reicht eine örtliche Betäubung, jedoch sollte der Betroffene Zeit mitbringen, denn das kann unter Umständen einige zeit dauern.

Risiken bei einer Haartransplantation

Insgesamt zählt die Haartransplantation zu den risikoarmen Eingriffen. Jedoch sind Risiken bei Eingriffen in den Körper nie komplett auszuschließen. So können Spannungsgefühl an der Kopfoberfläche auftreten, Rötungen oder leichte Blutungen entstehen oder Nerven verletzt werden, was zu Gefühlswahrnehmungsstörungen führen kann. Darüber hinaus vertragen manche Patienten die Betäubungsmittel nicht und reagieren allergisch, einem Problem, welchem durch vorherige Allergietests leicht entgegen gewirkt werden kann.

Kosten und Durchführung einer Haartransplantation

Die Kosten insgesamt belaufen sich in Deutschland auf ca. 2000 bis 3000 Euro, je nach Behandlungsmethode und Umfang der zu behandelnden Flächen, die aufwendigeren Methoden dabei auch schnell mehrere Tausend Euro verschlingen. Wirklich sparen kann der findige Patient da in Tschechien. Da ist die Durchführung gleichwertiger Operationen schon für unter 2000 Euro zu haben. Unter dem günstigen Preis-Leistungsverhältnis hat dabei keinesfalls die Qualität der Arbeit oder die gute Ausbildung der Ärzte zu leiden. Eine andere günstige Möglichkeit bietet Istanbul, in die Türkei. Im FUE Medical Center werden dank modernster Technik täglich Haartransplantationen durchgeführt. Für 3300 Euro sind Grafts zu haben, „all inclusive Behandlungen“ kosten 3900 Euro.

Nachsorge

Nach der Haartransplantation sollte eine ordentliche Nachsorge erfolgen. Meist kann der Patient zwar schon am selben Tag nach Hause, jedoch sollte der Kopf in der nächsten Zeit vorsichtig mit einem Spezialshampoo behandelt werden. Auch Babyshampoo eignet sich gut. Erst wenn die Krusten sich abgelöst haben und sich die neuen Haare vollständig mit der Kopfhaut verbunden haben, kann ganz normal gewaschen und gekämmt werden.

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